Geschichte der Fussreflexzonen-Therapie  

 

Schon vor etwa 5000 Jahren wussten die Chinesen, Inder und einige Indianerstämme, dass über die verschiedenen Zonen an den Füssen der ganze Körper behandelt werden kann. Dieses Wissen von Behandlungen mittels Druckpunkten geriet aber – zumindest in der westlichen Welt  für lange Zeit in Vergessenheit.

Der amerikanische Arzt Dr. William Fitzgerald (1872 – 1942, USA) veröffentlichte 1917 seine Erkenntnisse über das von ihm beschriebene „Zonenmodell“ des Menschen. Er entdeckte, dass Druck, wenn er an verschiedenen Stellen des Körpers verabreicht wurde, Schmerzen vermindern konnte. Seine Kenntnisse mündeten in der Entwicklung eines Systems, welches den Körper von Kopf bis zu den Zehen und Händen in zehn Zonen einteilte. 

Die amerikanische Masseurin Eunice D. Ingham kam Anfang des letzten Jahrhunderts auch wieder auf das alte Wissen zurück. Sie interpretierte die Füsse als „Spiegelung“ des gesamten Organismus und arbeitete die immer noch gültigen Tafeln der Fussreflexzonen aus, indem sie die Zonentherapie ihres Wegbereiters Dr. W. Fitzgerald zugrunde legte. Sie entwickelte und forschte weiter im Bereich der Fussreflexzonen-Massage, wobei sie das gesamte Wissen der Reflexzonentherapie genial auf die „kleinen Flächen“ der Füsse konzentrierte. Sie nannte ihre spezielle Griffart „INGHAM-method of compression massage“ und veröffentlichte ihr Buch 1938: „Geschichten die die Füsse erzählen“

In Deutschland hat Frau Hanne Marquardt die Idee ihrer amerikanischen Kollegin aufgegriffen und mit Hilfe von medizinisch ausgebildeten Therapeuten zu einer wirksamen Behandlungsmethode entwickelt. Walter Froneberg fand noch weitere Details über die Nervenreflexzonen heraus. Durch seine Erkenntnisse kann heute bei dieser Therapieform eine äusserst präzise Arbeit geleistet werden.

Die Reflexzonentherapie basiert auf der Annahme, dass körperliche Veränderungen, die bei gestörter Funktion eines Organsystems auftreten, auf die Oberfläche von Fusssohlen, Händen, Rücken und Gesicht reflektiert werden.

Häufig bleiben die ersten Anzeichen einer Erkrankung verborgen oder werden so lange vernachlässigt, bis Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen sich störend auf den normalen Tagesablauf auswirken. Solche Anzeichen können jedoch bereits in der Frühphase einer Erkrankung an den Reflexzonen der Körperoberfläche aufgespürt werden. Sie bleiben dem fachkundigen Auge nicht verborgen und offenbaren sich durch Berührungen, die Grundlage der Palpationstechnik.

Die Behandlung an den auf ein inneres Ungleichgewicht hinweisenden Zonen erfolgt durch unterschiedliche sanfte Streichungen und dynamische Bewegungen, wobei mit Hilfe von Daumen und Fingern die körpereigenen Selbstregulierungskräfte stimuliert werden.